Rechtsanwalt Thomas Kümmerle

Fachanwalt für Strafrecht / Strafverteidigung, Unfallregulierung & Verkehrsrecht / Kanzlei Hoenig Berlin

Monatsarchive: Februar 2016

AG Mitte: Trotz Reparatur kann man fiktiv abrechnen und muss keine Rechnung vorlegen!

Nach einem Verkehrsunfall hatte ein Taxiunternehmer seinen Schaden fiktiv, also ohne Reparaturnachweis bei der Versicherung des Unfallgegners geltend gemacht. Da das Taxi schon ein paar Monate zuvor einen Unfall hatte, bestand die Versicherung auf einer Nachbesichtigung und bekam leider auch die Gelegenheit. Eigentlich war das überflüssig, da der Gutachter des Taxiunternehmers die vollständige und fachgerechte Instandsetzung aller Vorschäden bestätigt hatte. Im Ergebnis waren die Vorschäden dann auch nicht mehr Thema, sondern eher die Preisgestaltung des Gutachters. Angeblich könne man die Schäden viel preiswerter reparieren lassen. Und da der Taxiunternehmer sein Taxi bereits wieder hatte instand setzen lassen, kürzte die Versicherung den Anspruch und zwar um gut die Hälfte. Mehr von diesem Beitrag lesen

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Der faktische Geschäftsführer und das Rostocker Landrecht

Beim Landgericht Rostock arbeiten ja bekanntlich besondere Richter. Ich hatte vor Jahren auch das Vergnügen dort verteidigen zu dürfen.

Das Amtsgericht Rostock hatte meinen Mandanten wegen Insolvenzantragsverschleppung, Nichtabführen von Sozialversicherungsbeiträgen und unterlassener Bilanzerstellung Ende 2003 zu einer saftigen Geldstrafe von 450 Tagessätzen verurteilt. Zwei Jahre später stand die Berufungshauptverhandlung an und sein vorheriger Verteidiger war nicht mehr verfügbar. Ich übernahm die Verteidigung, ohne zu wissen, dass mich dieses Verfahren fünf lange Jahre beschäftigen und viele Nerven kosten würde.

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